Immer wieder melden internationale Beobachter und Mitglieder der Menschenrechtsorganisationen schwere Verletzungen der Menschenrechte durch russische Truppen an der Zivilbevölkerung Tschetscheniens. Seit 2003 sind mehrere Klagen am Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen russische Soldaten eingelangt. Die Vorwürfe beziehen sich unter anderem auf Massenvergewaltigungen und Folterungen.
Für Tschetschenien hat der Krieg eine Zerstörung von weiten Teilen des Landes und eine große Anzahl Gefallener und Verwundeter auch in der Zivilbevölkerung mit sich gebracht. Die Lebensgrundlage vieler Menschen wurde zerstört. Tschetschenien entwickle sich zur
"Zone der Drogen-Mafia", meinte die russischer Regierung in Moskau. Es sei kaum ein Wunder, dass in einem solchen Umfeld der Isolation und Armut die Kriminalität blühe.
Tschetschenische Zivilisten verschwanden bei groß angelegten "Säuberungen". Zehntausende von Menschen sind seit Beginn des Krieges mindestens einmal festgenommen worden. Die überwältigende Mehrheit von ihnen taucht in keinen offiziellen Haftlisten auf.